Zwei Dinge vorab:
1) Gebe niemals Freunden deine Blogadresse. Wenn ich es schon anlege, als so eine Art Tagebuch, ist es ratsam das auch für mich zu behalten. Auf der anderen Seite freu ich mich natürlich auch, wenn mein Blog gelesen wird. Aber bitte dann nur von jemanden, der mich nicht kennt.
Hach, wie schön man doch seine persönlichen Ambivalenzen im Net ausleben kann.. direkt erquicklich.
2) Folgt aus 1: weil nämlich bitte wenn die Freundschaft futsch – wie schreibt man dann? Und wo? Und überhaupt! Nein, mein alter Blog wird beerdigt – jammerschade. Aber ich will schlicht nicht mehr, dass er von zwei Freunden gelesen wird. Soviel dazu. Hallo schöner WordPress Blog, hallo schöne WordPress Bloglesende, meine Verehrung. Schön, dass wir uns nicht kennen und uns doch irgendwie kennenlernen. Soviel zum Thema Nähe Distanz.
2) a. Falls sich jemand über meinen schwülstigen Namen wundert: ja wundere dich nur, aber ist er nicht hübsch? Ich gebe zu – schwülstig. Sunna und Sawelo sind übrigens dasselbe, nämlich die germanische Sonnengöttin.. huch, noch schwülstiger. Aber da mein Name ja auch was mit dem ganzen zu tun hat, ich obendrein sehr hell aussehe (und bin!
, fand ich ihn ganz passend. Schwülstig hin oder her..
Zu was anderem:
Sich Stanley Kubricks “Odysee im Weltraum” heute auf Arte anzusehen, ist ja prinzielliell eine feine Sache. Vorallem für so eine Banausin wie mich, die sich den Film noch nie ganz angesehen hat. Und ich muss sagen: padauz! Was für ein Film. Wenn ich mir nur ansatzweise vorstelle, dass ich vorher irgendwelche Drogen zu mir genommen hätte, dann wäre ich wohl aus den 131 min nicht mehr heil rausgekommen. Ich meine, ein Meisterwerk der Film. Ein Kunstwerk sogar. Aber bizarr. Vorallem das Ende.
Die Übermacht des Bordcomputers Hal war für mich kaum auszuhalten, ich weiß nicht, wann ich das letzte Mal so angespannt und beklommen auf der Fernsehcouch gekauert habe. Dann noch die Darth Vader -artigen Atemgeräsche des Astronatuen, diese Stille rundum.. ein Wahnsinn, der reinste Psychokrimi. Und ich verkrafte Psychokrimis schlecht. Ganz schlecht sogar. Ganz ganz schlecht. Und die letzte halbe Stunde habe ich schlechterdings einfach nicht mehr interpretieren können. Vielleicht wollte ich auch nicht mehr. Meine Güte, das ging mir alles unter die Haut. Brrrr..
Danach hab ich versucht, Boden unter den Füssen zu bekommen, diesen Blog neue installiert und dafür auch meine alte Emailadresse aktiviert. Und was trudelten da nicht mails rein, heissa juchei, das meiste leider spam. Doch eine mail, aber hallo, eine mail holte mich schneller auf den Boden der Realität als mir lieb war.
Dazu eine kurze Vorgeschichte: vor gut zwei Jahren kappte der Kontakt zwischen mir und meiner langjährigen Freundin M. Wir waren 18 Jahre lang Freundinnen. Dann kam nach vielen, kleinen Krisen ein großer Krach, ein mächtiger Krach, nach dem sie mir mitteilte, mit mir nichts mehr zu tun haben zu wollen, nachdem wie ich mich benommen hätte. Na gut, musste ich wohl schlucken und einsehen, toll war meine performance nun mal wirklich nicht, aber da meine Kritik an der ihrigen kein offenes Ohr mehr fand, akzeptierte ich diese Tatsache wohl oder übel. Tat weh. Klar. Aber so wars nun mal.
Dann heute die mail. Sie hatte sie mir und vielen anderen im Oktober geschickt. Sie hat eine kleine Tochter bekommen. Anbei ein Foto von der kleinen Familie. Tja. Was soll ich sagen. Ich war traurig. Wieder mal. Dass das alles so geendet hat und dass sich die Dinge so verändern, wenn man nicht mehr dabei ist. Ich meine, sie verändern sich auch, wenn man dabei ist, aber das tut weniger weh, das kann bestenfalls sogar Spaß machen.
Naja, hallo Realität, lange nicht gesehen. Zumindest die von M. Traurig das Ganze.
Und bei B. hab ich scheinbar auch was verbrochen. Weiß der Geier was, ich bin mir keiner Schuld bewusst. Mein heutiger Anruf wurde abgewürgt, meine zwei sms nicht beantwortet. Tja, was will man machen.
Da isser wieder. Der schwarze Monolith.