Sunnasawelo’s Weblog

“Just another WordPress.com weblog”? Eine Frechheit. Das klingt ja total langweilig. Und wenn ich vermutlich was weniger bin, dann das. Mehr Langeweile täte meinem Leben hier in den Bergen wohl gut. Aber ich pendle oft von einem Extrem ins andere, mache mir dazwischen so meine Gedanken, grübeln tut man ja als Philosophin recht gern. ;-)

Die Büchse Pandoras November 18, 2007

Gespeichert unter: B-Seite — sunnasawelo @ 11:06

Manchmal kommen mit beim Lesen von B.s Blog besongniserregende Gedanken gepaart mir einem flauen Magengefühl. Nicht nur, dass ich den Eindruck bekomme, dass sich die Frau Lichjahre von ihrem Kern weggebiemt hat, was ja schon allein schlimm genug wäre und ich mir denke, was da wohl Schreckliches passiert sein muss, dass es soweit kam. Nein, es geht noch weiter. Hochtrabende Ansprüche die sie hat, schneidert sie sich aus all ihren tiefen Nöten und ihrer Hilflosigkeit einen langen, schwarzen Mantel, den sie trägt wie ein edler Ritter, der das normale Volk keines Blickes würdigt und der allein schon durch sein Auftreten allen anderen signalisiert: mit mir ist nicht zu Spaßen.

Das interessante ist: das wirkt. Kaum ein Mensch, der dahinter käme, dass da ein schwer verletzter Mensch sitzt, der keine Ahnung hat, wo sein Platz in der Welt liegt, verloren ist, schwach, hilflos. Kaum ein Mensch, der diese Staffette als solche enttarnt. Das glatte Gegenteil ist der Fall: B. wird durch die Bank wahrgenommen als unglaublich mächtige Frau, als dunkelste aller Büchsen Pandoras, als kalt, als vernichtend.

Gut, ganz so falsch ist das ja garnicht. Sie kann so sein, wenn sie will. Sie ist so, wenn man so auf sie zugeht. Das tragische ist, dass mein Gefühl eine ganz andere Sprache spricht. Dass da eben ein kleines, zartes Seelchen sitzt. Das von sich selber glaubt, ein reißender Wolf zu sein.

 

Alltagsallerlei November 14, 2007

Gespeichert unter: Mein Leben und ich — sunnasawelo @ 11:10

Ok. Jetzt hab ich das glatte Gegenteil erreicht und es paßt mir auch nicht. Nämlich dass jetzt wirklich NIEMAND meinen Blog liest, haha, au Mann. Na gut, was solls, schreib ich halt für mich. Ich bin ja auch der Hauptgrund für diesen Blog, also dann.

Heute fünf Stunden mit der Nachbarin im Dampfbad verbracht. Mein Gott, die Zeit ging schnell um. Herrlich wars. Dampfbad, Sauna, Kneipen, Eukalyptussauna und dazwischen eeewig auf den Liegestühlen rumliegen und beinah einschlafen. Sehr fein, wie Urlaub. War auch schön eine von vielen nackten Frauen zu sein. Frauen sind wirklich schön, ich stells immer wieder gerne fest. Ich mein, das Verhältnis zu meinem Körper würde ich ja eher unter “schwierig” verbuchen, aber wenn ich andere ansehe, dann hab ich manchmal so den Gedanken: ich verstehe die Männer. Dieser wackelnde, runde Busen, diese Kurven, alles weich und voller Fülle.. wow. Wie wandernde, randvolle Honigtöpfe sehen die meisten aus. Toll.

Um mich so zu fühlen, müsste ich nach meinen Vorstellungen dann doch gute 7 kg abspecken und wesentlich trainierter sein. Da kann mir Hugh noch so oft sagen, wie schön er “barocke” Frauen fände und A. noch so oft, wie wunderschön rund mein Allerwertester. Wenn man sich selbst im Spiegel nicht gut findet, nutzt das garnichts.

Ich hab so den Eindruck, dass ich mittlerweile viele Erziehungsfehler meiner Mutter irgendwie nachvollziehen bzw. auch verzeihen kann, aber wenn ich ihr eins wohl ewig übel nehmen werde, dann die Art und Weise wie sie mich in der Hinsicht gemartert hat. Es verging wohl kein Tag, zwischen 15 und 18 an dem sie nicht an meiner Figur rumgemäckelt hatte. Und das, wo sie so unglaublich dick war. Naja.

Wie auch immer, das Dampfbad war super. Wir werdens öfter machen. Soviel steht fest.

Heute Mittag ging ich auch Sushi Essen, jawohl, heute war mein Sheba-Kätzchen Tag. Dr. R. hatte keine Zeit, also ging ich alleine, egal, Hauptsache roher Fisch.

Gestern Nacht ging ich noch laufen, 40 min, ich war stolz auf mich. Es lief super, schön meditativ das Ganze und ich lief genau richtig, ich war danach weder zu k.o noch unterfordert. K. rief danach noch an und meinte, ob ich noch zu ihr käme Film schauen. Aus dem Filmschauen bei ihr wurde dann nix, wir tranken Bier und führten Mädchengespräche, dann kam auch noch Hugh und wir tratschten bis um halb eins. Fein wars.

Immer noch kein Wort von B. Aber mittlerweile isses mir schon wesentlich egaler.

 

Grübeleien in b-moll November 13, 2007

Gespeichert unter: Über Freundschaft — sunnasawelo @ 1:02

B. meldet sich einfach nicht. Was ist davon zu halten. Keine Ahnung. Mein Gefühl sagt ja nicht das Beste. Auf der anderen Seite – einen rationalen Grund dafür finde ich nicht. Und es kann einfach nicht sein, dass sie schmollt, weil ich und A. das Wochende mit Ka+Ra verbracht haben. Mannomann.

Manmchmal geht mir ihre “hach, ich bin das unverstandenste Mädchen der Welt” – Tour richtig auf die Nerven. Und dann ist sie auch noch stolz drauf. B. ist ein Paradefall wenn es darum geht aus höchster Not die schönste Tugend überhaupt zu machen. Aber das sieht sie nicht. Sie sieht nicht, wie sehr sie darunter leidet, dass sie kaum jemanden kennt und sehr einsam ist. Sie findet, dass ist ein Zeichen dafür, dass eben niemand mit ihrer Genialität zurechtkommt. Au backe.

Ich meine, B. hat duchaus geniale Seiten an sich, keine Frage. Nur ist das wie mit dem Edelstein, der nicht so aussieht und den keiner findet. Was soll man da machen. Ich bin ja mal gespannt wies weitergeht mit ihr. Ich hab keine Ahnung. Aber so umspringen mag ich mit mir auch nicht lassen. Soviel steht fest.

Es ist ja wirklich schwierig für mich, Freundinnen zu finden. Nicht Freunde – Freundinnen. Mit Männern tu ich mir irgendwie leichter und meine zwei engsten Freunde sind seit langem zwei Männer. Und jaaaa wir waren auch mal mehr, aber danach haben sich mit beiden wirklich sehr, sehr gute Freundschaften entwickelt. Es gibt sie also, die berühmte Freundschaft zwischen Mann und Frau. Nach dem Sex zumindest. ;-)

Aber mir fehlen die Freundinnen, keine Frage. Und ich dachte und denke immer noch B. könnte eine besonders gute werden, weil es viel gibt, was uns auch ohne Worte verbindet. Es wird sich weisen.

 

Von Sonnen und schwarzen Monolithen November 12, 2007

Gespeichert unter: Mein Leben und ich — sunnasawelo @ 10:57

Zwei Dinge vorab:

1) Gebe niemals Freunden deine Blogadresse. Wenn ich es schon anlege, als so eine Art Tagebuch, ist es ratsam das auch für mich zu behalten. Auf der anderen Seite freu ich mich natürlich auch, wenn mein Blog gelesen wird. Aber bitte dann nur von jemanden, der mich nicht kennt. :-) Hach, wie schön man doch seine persönlichen Ambivalenzen im Net ausleben kann.. direkt erquicklich.

2) Folgt aus 1: weil nämlich bitte wenn die Freundschaft futsch – wie schreibt man dann? Und wo? Und überhaupt! Nein, mein alter Blog wird beerdigt – jammerschade. Aber ich will schlicht nicht mehr, dass er von zwei Freunden gelesen wird. Soviel dazu. Hallo schöner WordPress Blog, hallo schöne WordPress Bloglesende, meine Verehrung. Schön, dass wir uns nicht kennen und uns doch irgendwie kennenlernen. Soviel zum Thema Nähe Distanz. ;-)

2) a. Falls sich jemand über meinen schwülstigen Namen wundert: ja wundere dich nur, aber ist er nicht hübsch? Ich gebe zu – schwülstig. Sunna und Sawelo sind übrigens dasselbe, nämlich die germanische Sonnengöttin.. huch, noch schwülstiger. Aber da mein Name ja auch was mit dem ganzen zu tun hat, ich obendrein sehr hell aussehe (und bin! :-) , fand ich ihn ganz passend. Schwülstig hin oder her..

Zu was anderem:

Sich Stanley Kubricks “Odysee im Weltraum” heute auf Arte anzusehen, ist ja prinzielliell eine feine Sache. Vorallem für so eine Banausin wie mich, die sich den Film noch nie ganz angesehen hat. Und ich muss sagen: padauz! Was für ein Film. Wenn ich mir nur ansatzweise vorstelle, dass ich vorher irgendwelche Drogen zu mir genommen hätte, dann wäre ich wohl aus den 131 min nicht mehr heil rausgekommen. Ich meine, ein Meisterwerk der Film. Ein Kunstwerk sogar. Aber bizarr. Vorallem das Ende.

Die Übermacht des Bordcomputers Hal war für mich kaum auszuhalten, ich weiß nicht, wann ich das letzte Mal so angespannt und beklommen auf der Fernsehcouch gekauert habe. Dann noch die Darth Vader -artigen Atemgeräsche des Astronatuen, diese Stille rundum.. ein Wahnsinn, der reinste Psychokrimi. Und ich verkrafte Psychokrimis schlecht. Ganz schlecht sogar. Ganz ganz schlecht. Und die letzte halbe Stunde habe ich schlechterdings einfach nicht mehr interpretieren können. Vielleicht wollte ich auch nicht mehr. Meine Güte, das ging mir alles unter die Haut. Brrrr..

Danach hab ich versucht, Boden unter den Füssen zu bekommen, diesen Blog neue installiert und dafür auch meine alte Emailadresse aktiviert. Und was trudelten da nicht mails rein, heissa juchei, das meiste leider spam. Doch eine mail, aber hallo, eine mail holte mich schneller auf den Boden der Realität als mir lieb war.

Dazu eine kurze Vorgeschichte: vor gut zwei Jahren kappte der Kontakt zwischen mir und meiner langjährigen Freundin M. Wir waren 18 Jahre lang Freundinnen. Dann kam nach vielen, kleinen Krisen ein großer Krach, ein mächtiger Krach, nach dem sie mir mitteilte, mit mir nichts mehr zu tun haben zu wollen, nachdem wie ich mich benommen hätte. Na gut, musste ich wohl schlucken und einsehen, toll war meine performance nun mal wirklich nicht, aber da meine Kritik an der ihrigen kein offenes Ohr mehr fand, akzeptierte ich diese Tatsache wohl oder übel. Tat weh. Klar. Aber so wars nun mal.

Dann heute die mail. Sie hatte sie mir und vielen anderen im Oktober geschickt. Sie hat eine kleine Tochter bekommen. Anbei ein Foto von der kleinen Familie. Tja. Was soll ich sagen. Ich war traurig. Wieder mal. Dass das alles so geendet hat und dass sich die Dinge so verändern, wenn man nicht mehr dabei ist. Ich meine, sie verändern sich auch, wenn man dabei ist, aber das tut weniger weh, das kann bestenfalls sogar Spaß machen.

Naja, hallo Realität, lange nicht gesehen. Zumindest die von M. Traurig das Ganze.

Und bei B. hab ich scheinbar auch was verbrochen. Weiß der Geier was, ich bin mir keiner Schuld bewusst. Mein heutiger Anruf wurde abgewürgt, meine zwei sms nicht beantwortet. Tja, was will man machen.

Da isser wieder. Der schwarze Monolith.